PROJEKT 2020-04-20T15:47:37+00:00

PROJEKT

Das Projekt „STIMULATE“ hat eine Laufzeit von drei Jahren, begonnen wurde im Mai 2017 beendet wird im April 2020.

Nach ausgiebigen Techniktests konnten die Fahrgäste seit Frühjahr 2018 die hochautomatisierten Minibusse im Alltag testen. Auf dem Campus Charité Mitte und dem Campus Virchow-Klinikum waren die vier Busse auf drei definierten Routen mit festen Haltestellen und maximal 12 km/h unterwegs. Zu jeder Zeit befand sich eine Begleitperson im Fahrzeug, die im Notfall eingreifen konnte. In diesem Zeitraum wurden 10.000 Fahrgäste befördert und rund 7.000 km zurückgelegt.

Insgesamt kammen vier automatisiert fahrende Elektro-Fahrzeuge zum Einsatz, zwei Fahrzeuge des französischen Herstellers Navya und zwei Fahrzeuge des ebenfalls französichen Herstellers Easy Mile. Beide Fahrzeugtypen (Navya Arma, EasyMile EZ10) sind auf dem höchsten Stand der Entwicklung automatisiert fahrender Kleinbusse zur Personenbeförderung.

Die beiden Charité Standorte mit ihren rund 270.000 m² und 138.000 m² verfügen über eine angemessen große Fläche und bilden mit ihren Gehwegen, Kreuzungen und Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Radfahrern sowie Pkw, Lkw und Bussen den Berliner Verkehrsalltag nahezu vollständig im Kleinen ab. Darüber hinaus gilt auf dem Klinikgelände die Vorfahrt für alle Kranken- und Rettungswagen, die mit Blaulicht unterwegs sind.

Ziel des Projektes STIMULATE ist es, die Akzeptanz der Nutzer für das autonome Fahren zu untersuchen sowie Technologie und Betrieb zu testen. Außerdem sollen Ideen für den Einsatz der autonomen Fahrzeuge entwickelt und ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet werden.
Die beiden Charité-Standorte weisen viele unterschiedliche Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer und motorisierter Individualverkehr sowie Einsatzfahrzeuge) auf und bieten somit ideale Testgelände.

Das Charité-Institut für medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft wird im Rahmen dieses Verbundprojektes eine Studie zur Nutzerakzeptanz durchführen und weitere praktische Aspekte der Nutzung automatisiert fahrender Busse untersuchen. Die BVG verspricht sich von dem Testlauf wichtige Erkenntnisse über Potenziale der noch jungen Technik, etwa als mögliche Ergänzung zum Hochleistungs-ÖPNV oder auf schwach ausgelasteten Strecken.

 

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